Gemeinde Schöntal

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Informationen zum Verbrennen von Reisig auf Feldgrundstücken

Informationen zum Verbrennen von Reisig auf Feldgrundstücken
Wegfall der Anrufe bei der Feuerwehrleitstelle über die Notrufnummer 112


Ganzjährig stehen Grundstücksbesitzer im Hohenlohekreis vor dem Problem, wie sie Obstbaumschnitt und andere pflanzliche Abfälle auf Feldgrundstücken entsorgen können. Dies geschieht oft durch die Verbrennung der Abfälle unmittelbar vor Ort.
Viele Grundstücksbesitzer waren dabei bisher der Auffassung, dass durch einen Anruf bei der integrierten Leitstelle in Gaisbach unter der Notrufnummer 112 und der „Anmeldung“ der beabsichtigten Reisig-Verbrennung diese dann „genehmigt“ sei.
Diese Vorgehensweise ist so nicht richtig. Die integrierte Leitstelle ist keine Genehmigungsbehörde für die Verbrennung pflanzlicher Abfälle. Die „Anmeldung“ von Reisig-Feuern gipfelt teilweise in über 50 Anrufen an Samstagen. Diese blockieren die Notrufnummer 112 und verzögern dadurch unter Umständen dringende Notrufe.

Wie ist die Verbrennung pflanzlicher Abfälle im Gesetz geregelt?
Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sind Erzeuger und Besitzer von Abfällen generell verpflichtet, diese vorrangig zu verwerten, soweit dies technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. Das Verbrennen pflanzlicher Abfälle (Beseitigung) stellt lediglich eine Ausnahme von den Vorschriften des Kreislaufwirtschaftsgesetzes dar und ist nur zulässig, wenn eine Verwertung nicht möglich bzw. zumutbar ist. Hierbei sind die Vorgaben der Verordnung der Landesregierung über die Beseitigung pflanzlicher Abfälle außerhalb von Abfallbeseitigungsanlagen (PflAbfV BW) zwingend einzuhalten.

Wann besteht eine Anzeigepflicht für die Verbrennung pflanzlicher Abfälle?
Der § 2 Abs. 3 der Verordnung bestimmt insbesondere, dass das Verbrennen von größeren Mengen pflanzlicher Abfälle der Gemeinde regelmäßig vorher anzuzeigen ist. Diese kann in ihrer Funktion als Ortspolizeibehörde die zur Wahrung von Sicherheit und Ordnung erforderlichen Anordnungen treffen, insbesondere hinsichtlich der Aufsicht und der Bereitstellung von Feuerlöscheinrichtungen. Für die Anzeige nutzen Sie bitte den Vordruck Anzeige von Verbrennen größerer Mengen pflanzlicher Abfälle nach § 2 Abs. 3 PflAbfV BW. Diesen finden Sie auf der Homepage www.schoental.de


Welche Vorgaben müssen bei der Verbrennung pflanzlicher Abfälle eingehalten werden?
Die Vorgaben dienen dazu, die Gefahr zu minimieren, dass das Reisig-Feuer außer Kontrolle gerät oder die Allgemeinheit durch das Abbrennen über Gebühr belästigt wird. Folgendes Vorgaben sind zu beachten:

  • Das zu verbrennende Material muss so weit wie möglich auf Haufen oder Schwaden zusammengefasst werden. Ein flächenhaftes Abbrennen darf ist nicht zulässig.
  • Das zu verbrennende Material muss so trocken wie möglich sein, damit es mit möglichst geringer Rauchentwicklung abbrennt.
  • Es muss darauf geachtet werden, dass es durch eventuelle Rauchentwicklung zu keiner Verkehrsbehinderung oder erheblichen Belästigung kommt und kein gefahrbringender Funkenflug entsteht.
  • Die erforderlichen Abstände zu benachbarten Grundstücken und sonstigen gefährdeten Objekten müssen eingehalten werden. Insbesondere sind folgende Mindestabstände einzuhalten:
  • 200 m von Autobahnen
  • 100 m von Bundes-, Landes- und Kreisstraßen
  • 50 m von Gebäuden und Baumbeständen
  • Bei starkem Wind darf nicht verbrannt werden. 
  • Es darf nur zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang verbrannt werden.
  • Der Verbrennungsvorgang ist, etwa durch Pflügen eines Randstreifens, so zu steuern, dass das Feuer ständig unter Kontrolle gehalten werden kann.
  • Das Feuer muss permanent und für Dritte erkennbar beaufsichtigt werden.
  • Feuer und Glut müssen beim Verlassen der Feuerstelle vollständig gelöscht sein.
  • Die Verbrennungsrückstände müssen alsbald in den Boden eingearbeitet werden.
  • Der Verbrennungsvorgang ist, etwa durch Pflügen eines Randstreifens, so zu steuern, dass das Feuer ständig unter Kontrolle gehalten werden kann.

Sollten Sie Fragen zur Verbrennung pflanzlicher Abfälle haben, wenden Sie sich bitte an die Gemeindeverwaltung, Ansprechpartner: Frau Bieber, Tel. 07943/9100-16. Wir helfen Ihnen gerne.

Bürgermeisteramt Schöntal